LAG bereist die Region

Am vergangenen Montag  traf sich die Lokale Aktionsgruppe der LenneSchiene zu einer gemeinsamen Projektbereisung durch den südlichen Teil der LEADER-Region. Die LAG-Mitglieder erhielten einen lebendigen Einblick in die umgesetzten und laufenden Projekte der LEADER-Region. Außerdem bot der Ausflug Raum für Gespräche und den Austausch neuer Ideen und Themen in der Zukunft. Start war am Werdohler Bahnhof, in dem sich auch das Büro des Regionalmanagements befindet. Von dort aus ging es über Plettenberg nach Finnentrop, wo der Ausklang im Lokschuppen ein gemeinsames Fazit zuließ, denn: Seit 2015 ist einiges passiert! Die LAG hat über 50 LEADER-Projekte und ebenso viele Kleinprojekte beschlossen und damit vielen Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, Ihre Region mit zu entwickeln und eigene Ideen umzusetzen.

Diese Motivation möchten die LAG und das Regionalmanagement mitnehmen und neue Weichen stellen für Dorf, Stadt und Leben an der Lenne.

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Biwakplatz 2040

Erster Treffpunkt war der Biwakplatz in Werdohl mit direktem Lennezugang. Er soll über das LEADER-Programm modernisiert und umgestaltet werden. „Dazu gehört unter anderem ein neues Fußballfeld, aber auch ein Lennestrand mit Kanu-Anlegesteg“ wie Martin Hempel und seine Mitstreiter des Pfadfinder Stammes St. Michael Werdohl berichteten. Der Biwakplatz ist öffentlich zugänglich und wird von den Pfadfindern sowohl für die Kinder- und Jugendarbeit als auch für Freizeitaktivitäten regelmäßig genutzt. So entsteht ein attraktiver Ort an der Lenne, der Vorbild für weitere Projekte in der neuen Förderperiode sein kann.

Südwestfalens blühende Vielfalt erhalten

Ein Stück weiter Lenne aufwärts, in Plettenberg-Hilfringhausen, stellte Volker Knipp vom Naturschutzzentrum Märkischer Kreis das Kooperationsprojekt „Südwestfalens Blühende Vielfalt erhalten“ vor. Ziel des Projekts ist unter anderem der Erhalt und die Sichtbarkeit alter Obstsorten in ganz Südwestfalen. Passend hierzu konnten die Teilnehmenden Produkte aus der wieder entdeckten „Plettenberger Herrenbirne“ kosten und über eigene, unbestimmte Obstbäume ins Gespräch kommen.

Interaktives Spielgerät in Plettenberg

Der nächste Stopp, die Plettenberger Innenstadt ist Schauplatz mehrerer Projekten. Zunächst stellte Marilies Schulte-Henkel (Stadt Plettenberg, Abteilung Planen und Bauen) das neue interaktive Spielgerät auf dem Spielplatz Grünestaße vor. Hier gab es vor allem eines zu sagen: „Probieren Sie es aus!“. Nach unterschiedlichen Spielrunden z. B. in Logik oder Schnelligkeit war allen klar, dass auch ein digitales Spielgerät Kinder und Erwachsene ins Schwitzen bringen kann und dabei jede Menge Spaß mit sich bringt.

Plettenberger Geschichte mit dem Rad entdecken

Anschließend ging es für die Gruppe zum W9, dem Standort der Plettenberger KulTour GmbH, wo Frau Silvia Eick den Teilnehmenden das Kleinprojekt „Plettenberger Geschichte mit dem Rad entdecken“ präsentierte. Über das Projekt wurden zwei Fahrradtouren mit Hörstationen entworfen, die den Besuchern die Geschichte der Stadt auf  unterhaltsame Weise näherbringen. Außerdem können im W9 E-Bikes ausgeliehen werden, von denen zwei ebenfalls über das Projekt gefördert wurden. Ein neues Kleinprojekt steht bereits in den Startlöchern: 360 Grad-Videos zu unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten der Vier-Täler-Stadt.

Wir sind digital.dorf in Finnentrop

In Finnentrop-Lenhausen, stellten Gregor Flamme aus Weringhausen und Matthias Baumeister aus Lenhausen das Kooperationsprojekt „wir sind digital.dorf“ vor. Dieses Projekt ermöglicht den Dörfern mit eigenen Redaktionsteams Dorf-Homepages zu erstellen und über die App „Dorffunk“ auch einen digitalen Austausch z.B. für Nachbarschaftshilfe und Vereinstätigkeiten zu etablieren. Damit die Seite mit Inhalt gefüllt und im Dorf auch bekannt ist, ermutigte Herr Flamme gegebenenfalls neu einsteigende Dörfer Schnittstellen zu suchen und die Akteure vor Ort zusammen zu bringen.

Attraktivierung LennePark Finnentrop

Abschluss der Bereisung war der Lennepark am Bahnhof Finnentrop. Ludwig Rasche, zweiter Vorsitzender des Regionalvereins, berichtete über die Entstehung des Parks und die entstandene gastronomische Ergänzung, den Lokschuppen. Passend dazu konnte über LEADER ein barrierefreier Zugang sowie öffentliche Toiletten für die zahlreichen Radfahrer, Spaziergänger und Spielplatzbesucher angeschafft werden. Die LAG- Mitglieder waren sich einig, dass hier wiederum ein toller Ort an der Lenne entstanden ist, der zum Verweilen und Genießen einlädt.

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