19.12.2017

Elf plus eins für Südwestfalen

LEADER-Regionen und Bezirksregierung ziehen für Lebensqualität und einfache Förderung an einem Strang. 

Entdeckerpfade an der Möhne, Einzelhandelsinitiativen im märkischen Kreis, eine internationale Helferwerkstatt für die Flüchtlingsarbeit im Hochsauerland oder  ehrenamtliche Dorfcafes und Kneipen als Ortsteils-Treffpunkte – die Bandbreite der EU-geförderten LEADER-Projekte in Südwestfalen ist breit und die LEADER-Region LenneSchiene mischt mit ihren Aktivitäten kräftig mit, das Gesicht der Region weiter zu entwickeln. 

Davon überzeugte sich Regierungspräsident Hans Josef Vogel diesen Montag im Bürgerhaus Wickede (Ruhr): Hier stellten sich zum einen die elf LEADER-Regionen zwischen Sieg und Lippe dem neuen Chef in Arnsberger NRW-Schaltzentrale vor, zum anderen diskutierten die Regionalsprecher mit Vogel und  seinen Mitarbeitern, wie die EU-Mittel mit einfacheren Abläufen abgerufen werden können. „Das ist unser gemeinsames großes Interesse, damit Vereine und Dorfgemeinschaften, Privatleute und Kommunen noch mehr Bürgerideen umsetzen können, die Lebensqualität auf dem Land schaffen oder sichern“, machte Vogel auf der Konferenz unter dem Titel „Zusammen Heimat Zukunft geben“ deutlich.

Für die LEADER-Region LenneSchiene stellten Dietmar Heß, Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop und zweiter Vorsitzender des LEADER-Vereins sowie Silke Erdmann vom Regionalmanagement das Projekt „Only for Girls“ vor. Der TuS Versetal veranstaltet für Mädchen aus dem Lennetal einen Fußballworkshop. Angesprochen werden insbesondere Mädchen mit Migrationshintergrund, aus Flüchtlingsfamilien und sozial benachteiligten Familien. Ziel des Workshops ist es, das Miteinander, die Teamfähigkeit und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. „Wir finden, das ist ein schönes Beispiel, wie aus der LEADER-Region Lenneschiene ganz neue Impulse wachsen. Das möchten wir fortsetzen – und dazu bauen wir auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit zwischen uns vor Ort und der Behörde in Arnsberg“.

Hans Josef Vogel lobte die thematische Vielfalt der Projekte. Zugleich machte er einmal mehr deutlich, dass er  die ländlichen Räume im Siegerland, Sauerland und Börderegion noch vor großen Veränderungen und Aufgaben sieht, die „erfolgreich nur geschafft werden, wenn noch mehr Zusammenarbeit passiert und wir auch Mut zu unkonventionellen Aktionen haben“. Das gelte mit Blick auf die Regionale 2025 gewiß mit Blick auf das Thema, wie die Digitalisierung den Alltag verändert ebenso wie für neue Impulse, alle Generationen und mehr Menschen mit Migrationshintergrund ins aktive Dorfleben einzubinden.

Rund 9 Mio. Euro sind dafür aktuell im Regierungsbezirk bereits bewilligt worden. 28 Mio. Euro an Landes- und EU-Geld stehen bis Ende 2020 insgesamt zur Verfügung.

Foto: von rechts: Dietmar Heß, Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop und zweiter Vorsitzender des LEADER-Vereins LenneSchiene, Regierungspräsident Hans Josef Vogel und Silke Erdmann, Regionalmanagement LEADER-Region LenneSchiene (Quelle: Dr. Michael Michalzik, Bürgermeister der Gemeinde Wickede (Ruhr)