03.08.2017

Sommerausflug - Bezirksregierung zu Besuch

Am 1. August 2017 lud das Regionalmanagement zu einem besonderen Event ein.  Die Bezirksregierung,  in Vertretung durch Dezernent Herr Andreas Pletziger und die Sachbearbeiterin Frau Nina Dodt kamen nämlich zu Besuch an die Lenne, um die LEADER-Region besser kennenzulernen und Projekte zu besichtigen. Man freute sich auf einen spannenden Austausch und gute Gespräche mit den verantwortlichen Bürgermeistern und Projektträgern. 

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Sommerausflug Lenneschiene Foto 1

von links: Caroline Ossenberg-Engels, Matthias Schröder, Andreas Pletziger, Birgit Tupat, Gisela Gundermann, Norbert Grebe,  Heiner Burkhardt, Nina Dodt, Stefan Baumann, Dr. Peter Paul Ahrens, Silke Erdmann, Ulrich Schulte, Kathrin Hartwig,  Martin Hageböck, Hildegard Hansmann-Machula, Katrin Ahlers, Dietmar Heß 

Dort gab die Architektin Caroline Ossenberg-Engels ihren Zuhörern einen eindrucksvollen Einblick in die Planung der neuen Waldbühne am Burggymnasium. Dieses Projekt, das durch LEADER gefördert wird und durch den Förderverein Burggymnasium umgesetzt wird, ist ein Novum in Altena und wird nach Fertigstellung nicht nur bis zu 200 Personen Platz bieten, sondern sowohl Schulen als auch Bürgern für vielfältige kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Eine Bühne in einer märchenhaften Umgebung, die erklettert und erobert werden will. Das, was die Architektin ausführte, lässt auf einen außergewöhnlichen Platz hoffen, der für das kulturelle Leben in der Lennestadt eine echte Bereicherung darstellen wird.   

Sommerausflug LenneSchiene Foto 2

Dietmar Heß, 2. Vorsitzender des LEADER-Vereins, bedankt sich bei Caroline Ossenberg-Engels, Förderverein
Burggymnasium Altena, für die schöne Projektpräsentation

Weiter ging es für die Gruppe nach Werdohl in den dortigen Wanderbahnhof. Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Werdohl,  führte die Anwesenden durch das kleine, aber feine Stadtmuseum und erläuterte dabei das zweite LEADER-Projekt, das an diesem Tag vorgestellt wurde. Dieses Projekt hat die Werdohler Industriegeschichte zum Inhalt. Werdohl war schon sehr früh Teil der sogenannten „Industriellen Revolution“. Es gibt noch viele Zeugnisse aus dieser Zeit. Bilder, Briefe, Urkunden, Gesellenbriefe, Gebrauchsgegenstände jeder Art, aber natürlich auch Gebäude und Eisenbahnbrücken, die in der damals üblichen Jugendstil- bzw. Gründerzeit-Architektur entstanden. Diese Schätze zu sichten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist das erklärte Ziel des Vereins in Kooperation mit dem Stadtmuseum. Ein wichtiger Teil der Werdohler Geschichte wird so wieder sicht- und erlebbar und erklärt zudem die Bedeutung, die Werdohl in dieser Zeit des großen Auf- und Umbruchs zukam.

Nach diesem gelungenen Exkurs fuhren die Teilnehmer des „Sommerausflugs“ zu der neu gestalteten Lennepromenade in Plettenberg, die zwar nicht LEADER gefördert ist, aber anschaulich beweist, dass die Städte an der Lenne sich in einer echten Aufbruchsstimmung befinden. Direkt am Fluss gelegen stellt die LennePromenade ein überaus gelungenes Beispiel dafür dar, wie man die Lenne als Fluss in Szene setzt und den Lennetalern ganz neu zugänglich macht. Mit Steg, Sitzstufen, Aussichtsplattformen und Liegewiesen ausgestattet, lockt dieser Ort mittlerweile regelmäßig tausende von Besucher an. Am Abend bunt illuminiert und mit einer spektakulären Fontäne ausgestattet, entstand hier eine Location  der Begegnung, die so leicht nicht zu toppen ist. Das fanden auch die Teilnehmer des Ausfluges und ließen es sich an diesem Ort gutgehen. Tenor der vielen lebhaften Gespräche unter den Gästen: „Wie machen wir unseren Fluss den Bewohnern des Lennetals noch schmackhafter und zugänglicher und wie erhöhen wir seinen Freizeitwert?“

Sommerausflug LenneSchiene Foto 3

Matthias Schröder, Schatzmeister des LEADER-Vereins (rechts) zeigt den Gästen in der Mittagspause
die Lennepromenade in Plettenberg

Man trennte sich mit echtem Bedauern von der Lenne und fuhr weiter in das umgebaute Wasserwerk am Siesel. Hier diskutierte die Gruppe noch lange über Wege, das Lennetal für seine Bewohner attraktiver zu gestalten und zum Beispiel das kulturelle Leben neu zu erwecken.

Die Bürgermeister der Kommunen Dr. Andreas Hollstein aus Altena, Birgit Tupat aus Nachrodt Wiblingwerde, Dr. Peter Paul Arens aus Iserlohn, Dietmar Heß aus Finnentrop und Ulrich Schulte aus Plettenberg erzählten anschaulich von ihren Erfahrungen mit dem LEADER-Projekt. Die anwesenden Vertreter der Bezirksregierung gaben zudem einen umfassenden Einblick in die LEADER-Aktivitäten anderer Regionen und standen den Anwesenden bei Fragen Rede und Antwort. 

Gemeinsames Fazit der Gespräche war, dass man schon vieles zusammen umgesetzt und „ins Rollen“ gebracht hat. Elf Projekte wurden bereits beschlossen. Damit steht die LenneSchiene in Südwestfalen gut da. Jetzt werden gerade die ersten Vernetzungsprojekte im Wander- und Mountainbiketourismus für den Förderantrag vorbereitet. Dass für diese positiven Entwicklung Vereine und Ehrenämter unverzichtbar sind und einen bedeutenden Part in der kulturellen Vielfalt und Entwicklung der Städte an der Lenne spielen, wurde ausdrücklich noch einmal betont und hervorgehoben.

Dietmar Heß, Bürgermeister von Finnentrop und 2. Vorsitzender des LEADER-Vereins LenneSchiene, fasste die Gespräche nach reger Diskussion dann auch wie folgt zusammen: „Wir haben mit der Manpower unserer Vereine und dem Engagement der Bürger schon viel erreicht in unserer Region. Auch die Kommunen können gut zusammenarbeiten, wie städteübergreifende Projekte zum Wandern und Mountainbiken zeigen. Heute haben wir mit diesem Treffen einen Startschuss gesetzt für viele weitere spannende Projekte.“

Alle waren sich einig, dass nach diesen 1,5 Jahren LEADER die Weichen gestellt sind für eine Belebung der Region, die gerade erst ihren Anfang genommen hat. Die ersten schönen Projekte sind ein guter Anfang, zu tun gibt es aber noch einiges. Weitere Vernetzungsprojekte sollen entwickelt werden, ein nächster Termin ist schon anvisiert. Auch das erste Thema steht schon fest. Der Fluss Lenne soll noch mehr in den Fokus rücken und besser erlebbar werden. Diese Idee wurde im beim abschließenden Grillen auf dem Hof Hansmann-Machula in Weringhausen-Finnentrop eingehend beleuchtet.

Sommerausflug LenneSchiene Foto 4

Hildegard Hansmann-Machula, Mitglied des LAG-Ausschusses, begrüßt die Gäste herzlich zum
Abschlussgrillen auf ihrem Hof in Weringhausen-Finnentrop