
Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk erlebt LEADER-Projekte
Wie vielfältig die LEADER-Förderung den ländlichen Raum stärkt, davon konnte sich die Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk bei einer Bereisung durch die LEADER-Region LenneSchiene persönlich überzeugen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, Projektträgern sowie dem Regionalmanagement besuchte sie fünf ganz unterschiedliche Projekte in Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena und Plettenberg.
„Die große Bandbreite der Projekte hat mich beeindruckt. Sie zeigt, wie aus guten Ideen konkrete Angebote entstehen, die das Miteinander stärken und den Menschen vor Ort und unserer Region zugutekommen“, erklärte Bettina Lugk.
Den Auftakt bildete das LEADER-Projekt „Essbare LenneSchiene“ in Iserlohn-Letmathe. Gemeinsam mit Stefan Baumann von der Stadt Iserlohn informierten sich die Teilnehmenden über das Projekt, bei dem entlang der Lenneroute 75 regionale Obstbäume gepflanzt wurden. Alte Sorten wie die Plettenberger Herrenbirne oder der Stahls Winterprinz sollen nicht nur die Artenvielfalt fördern, sondern auch die regionale Identität stärken. Spaziergängerinnen, Spaziergänger und Radfahrende können künftig die Früchte ernten und über QR-Codes mehr über die historischen Obstsorten erfahren.
Anschließend führte die Bereisung nach Nachrodt-Wiblingwerde. Melissa Lütkenhues stellte dort die entstehende Sportkirche Nachrodt vor. Die ehemalige Kirche wird derzeit zu einem modernen Begegnungsort umgebaut, der Sport, Freizeit und Gemeinschaft miteinander verbindet. Mit Sportboden, Boulderwand, mobilen Sportangeboten und einem offenen Bistrobereich entsteht ein Ort, der insbesondere Kindern und Jugendlichen neue Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten eröffnet und gleichzeitig das gesellschaftliche Leben im Ort bereichert.
In Altena begrüßten Gerrit Standke und sein Team vom Jugendzentrum JuZ26 sowie Bürgermeister Guido Thale die Besuchergruppe. Vorgestellt wurde die neu gestaltete „Grüne Oase“ des Jugendzentrums. Der ehemalige Außenbereich wurde gemeinsam mit Jugendlichen zu einem attraktiven Treffpunkt mit Aufenthalts-, Spiel- und Ruhebereichen entwickelt. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes beteiligt werden können.
Ebenfalls in Altena besichtigte die Gruppe anschließend die modernisierten Räume des Blauen Kreuzes Sauerland. Herr Knaack erläuterte, wie durch die Förderung ein zusätzlicher Beratungs- und Gruppenraum geschaffen werden konnte. Dort finden seitdem regelmäßige Treffen und Beratungsangebote für Angehörige suchtkranker Menschen statt, ein Angebot, das in dieser Form bisher fehlte und die soziale Infrastruktur vor Ort sinnvoll ergänzt.
Den Abschluss bildete die Lennepromenade in Plettenberg. Neben dem LEADER-geförderten Wimmelbild stellte Herr Rittner vom ADFC Märkischer Kreis das Kleinprojekt „Radfahrtraining für Alle“ vor. Dank neuer Laufräder können Menschen jeden Alters, Frauen mit Fluchtgeschichte, Erwachsene ohne Radfahrerfahrung sowie ältere Menschen, in geschützter Atmosphäre das Radfahren oder den sicheren Umgang mit dem Fahrrad erlernen. Das Projekt verbindet Mobilität, Integration und Teilhabe auf besonders niedrigschwellige Weise.
Für Bettina Lugk bot die Bereisung die Gelegenheit, mit Projektträgerinnen und Projektträgern direkt ins Gespräch zu kommen und sich ein Bild davon zu machen, wie europäische Fördermittel ganz konkret in den Städten und Gemeinden der Region wirken. Gleichzeitig wurde deutlich, dass LEADER weit mehr ist als eine reine Förderung einzelner Projekte: Das Programm stärkt Ehrenamt, Zusammenarbeit und regionale Entwicklung gleichermaßen.
„Die LEADER-Förderung und die Kleinprojekte-Förderung bieten Vereinen, Verbänden, Privatpersonen und Kommunen eine große Chance, ihre Ideen unkompliziert umzusetzen. Ich kann alle, die ein gutes Projekt im Kopf haben, nur ermutigen, das Gespräch mit Nina Maus und Sonja Büsing vom Regionalmanagement zu suchen und die vorhandenen Fördermöglichkeiten zu nutzen. Mein herzlicher Dank gilt beiden für die Zeit, die sie sich für unsere Bereisung genommen haben, und für die engagierte und fachkundige Begleitung der Projektträgerinnen und Projektträger von der ersten Idee bis zur Umsetzung“, so Lugk.
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