Der „Pollinger Klosterapfel“ ist eine seltene, alte Sorte. Alte Apfelbaumsorten sind für Apfelallergiker meist besser verträglich als modernere Züchtungen, die im Supermarkt angeboten werden. Die alten Sorten werden auch dazu genutzt, um ihre anti-allergenen Eigenschaften in neue Sorten einzukreuzen.
Bei einer Apfelallergie spielen die so genannten Polyphenole eine Schlüsselrolle, die in Pflanzen als Farb- oder Geschmacksstoffe vorkommen. Sie sind gesundheitsfördernd und in wesentlich größeren Mengen in alten Apfelsorten enthalten, da erst in jüngerer Zeit damit begonnen wurde, sie herauszuzüchten. Denn Marktforschungen haben ergeben, dass Kundinnen und Kunden häufiger zu süßen Äpfeln greifen, die möglichst rot sein sollen. Ebenso wird die Bräunung nach Anschnitt des Apfels negativ bewertet, obwohl sie ein Zeichen für einen hohen Anteil an Polyphenolen ist. Diese befinden sich im Apfel besonders in der Schale und direkt darunter. Einige Polyphenole wirken – wie andere Antioxidantien auch – entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Ein hoher Polyphenolgehalt trägt außerdem dazu bei, dass Apfelallergiker die entsprechenden Apfelsorten meist problemlos vertragen können.
Eine Studie des Allergiezentrums der Berliner Charité in Kooperation mit dem BUND-Lemgo hat ergeben, dass durch einen regelmäßigen Konsum der verträglichen, alten Apfelsorten sogar Heuschnupfenprobleme verringert werden können. Einige Betroffene kämen anschließend völlig ohne Medikamente aus.
Der „Pollinger Klosterapfel“ wurde im Projekt „Essbare LenneSchiene“ in Schmallenberg, Finnentrop, und Iserlohn-Letmathe gepflanzt.
Wenn Sie eine der hier vorgestellten Sorten beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an:
Stadt Iserlohn, Abteilung Umwelt- und Klimaschutz
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Tel.: 02371-217 2415