Der Baum wurde in der Streuobstwiese am Lindenhaus in Lemgo vermutlich in den 1950er Jahren gepflanzt. Die genaue Herkunft ist jedoch unbekannt. „Schöner vom Lindenhaus“ ist der Arbeitsname des im Projekt „Essbare LenneSchiene“ gepflanzten Apfelbaums.
Es handelt sich beim „Schöner vom Lindenhaus“ um eine sehr robuste Sorte, die regelmäßig, gut bis sehr gut trägt und für den Streuobstanbau empfehlenswert ist. Der Baum ist besonders resistent für pilzliche Erkrankungen. Außerdem sind die für das Projekt ausgesuchten Apfelsorten kaum anfällig für Obstbaumkrebs, da ansonsten viele der Altbäume kein Alter von circa 100 Jahren erreicht hätten. Die Äpfel sind meist für Apfelallergiker verträglich.
Bei einer Apfelallergie spielen die so genannten Polyphenole eine Schlüsselrolle, die in Pflanzen als Farb- oder Geschmacksstoffe vorkommen. Sie sind gesundheitsfördernd und in wesentlich größeren Mengen in alten Apfelsorten enthalten als in den meisten Apfelsorten, die im Supermarkt angeboten werden. Kundinnen und Kunden favorisieren häufig süße Äpfel, die möglichst rot sein sollen. Ebenso wird von ihnen die Bräunung nach Anschnitt des Apfels negativ bewertet, obwohl sie ein Zeichen für einen hohen Anteil an Polyphenolen darstellt. Diese befinden sich im Apfel besonders in der Schale und direkt darunter. Einige Polyphenole wirken wie andere Antioxidantien unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Ein hoher Polyphenolgehalt trägt außerdem dazu bei, dass Apfelallergiker die entsprechenden Apfelsorten oft problemlos vertragen können.
Eine Studie des Allergiezentrums der Berliner Charité in Kooperation mit dem BUND-Lemgo hat ergeben, dass durch einen regelmäßigen Konsum der verträglichen Apfelsorten sogar Heuschnupfenprobleme verringert werden können. Einige Betroffene kämen anschließend völlig ohne Medikamente aus.
Der Apfelbaum „Schöner vom Lindenhaus“ (Arbeitsname) wurde im Projekt „Essbare LenneSchiene“ in Schmallenberg, Finnentrop und Iserlohn-Letmathe gepflanzt.
Wenn Sie eine der hier vorgestellten Sorten beziehen möchten, wenden Sie sich bitte an:
Stadt Iserlohn, Abteilung Umwelt- und Klimaschutz
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Tel.: 02371-217 2415